Grüne Alternative Freiburg (GAF) lehnt kostenlose VIP-SC-Dauerkarte für ihre GemeinderätInnen ab

GAF fordert deutlichere Ermäßigungen bei den Eintrittspreisen für GeringverdienerInnen und Hartz IV - EmpfängerInnen

Die Grüne Alternative Freiburg lehnt die Überlassung einer kostenlosen SC-Dauerkarte mit VIP-Ausweis an ihre GemeinderätInnen ab. Der Freiburger Gemeinderat erhält für jede Saison SC-Dauerkarten und VIP-Ausweise vom SC Freiburg zur freien Verfügung. Die GAF erhielt eine dieser Dauerkarten mit VIP-Ausweis.

„Im Gemeinderat werden immer wieder auch entscheidende, den SC Freiburg betreffende Fragen, v.a. hinsichtlich des Stadions, entschieden. Dabei ist es aus unserer Sicht nicht tragbar, dass unsere MandatsträgerInnen durch diese Praxis in den Verdacht der Vorteilsnahme geraten.“, so GAF-Sprecher Christoph Löffler.

„Eine Privilegierung der MandatsträgerInnen, die schließlich für das Wohl aller BürgerInnen im Gemeinderat zu arbeiten haben, ist nicht akzeptabel. Es ist vor allem den Menschen nicht vermittelbar, die aufgrund ihres schmalen Budgets nie in den Genuss eines solchen Luxus’ kommen werden.“, ergänzt GAF-Gruppensprecher Andreas Langbein.

Auf dem jüngsten AktivInnentreffen der GAF wurde daher nahezu einstimmig beschlossen, die Karte an die Stadt Freiburg zurück zu geben. Gleichzeitig soll die Stadt aufgefordert werden, diese einer, von der GAF vorgeschlagenen, sozialen Einrichtung zur Verfügung zu stellen. Damit soll auf die soziale Verantwortung der MandatsträgerInnen und einen grundsätzlichen Missstand hingewiesen werden:

„Der „Freiburg Pass“ soll Menschen mit geringem oder keinem Einkommen die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben ermöglichen. Leider beteiligen sich nach wie vor nur wenige private Anbieter. Bei anderen fällt die Ermäßigung der Eintrittspreise eher mäßig aus: beim SC nur 1,50 € - 3,00 €, so dass Stehplatzkarten immer noch 8,50 € bzw. 9,00 € kosten. Dagegen zeigen die kostenlosen SC-Dauerkarten samt Eintritt in die VIP-Lounge, dass finanziell ein größerer Spielraum vorhanden ist“, meint die Gruppensprecherin der GAF, Tina Gröbmayr.