Grüne Alternative Freiburg (GAF) zieht auf der Jahreshauptversammlung eine positive Bilanz für das Jahr 2010.
Vorstandsmitglieder entlastet und im Amt bestätigt.
Auf ihrer Jahreshauptversammlung am 16.12.10 im Gasthaus Goldene Krone zog die Grüne Alternative Freiburg (GAF) eine positive Jahresbilanz für 2010. In ihrem Tätigkeitsbericht hoben die beiden SprecherInnen der GAF, Tina Gröbmayr und Andreas Langbein, hervor, dass die GAF ihr Fundament in der kommunalpolitischen Landschaft Freiburgs erheblich festigen konnte. Das Engagement im OB-Wahlkampf, welches die Abwahl von OB Salomon zum Ziel hatte, war insofern positiv, als das Ergebnis für den Amtsinhaber denkbar knapp ausfiel. Dafür, dass die prägenden Themen des Wahlkampfes auch weiterhin nicht von der Tagesordnung verschwinden, wird sich die GAF auch in Zukunft einsetzen.
Als konsequenter Schritt hin zu mehr Transparenz und weniger Gemauschel wurde die Rückgabe der für GemeinderätInnen kostenlosen SC-Dauerkarte bezeichnet.
Gleichermaßen hervorzuheben ist das Engagement der GAF gegen Steuergelder verschwendende Großprojekte wie „Stuttgart 21“ und den „Freiburger Stadttunnel“. Die gemeinsam mit vielen weiteren Gruppierungen1 (darunter VCD und Bündnis’90/Die Grünen) organisierte Veranstaltung am 30.11.10 wurde als sehr gelungen hervorgehoben.
Ähnliches gilt für die beeindruckende rüstungskritische Veranstaltung mit Jürgen Grässlin am 10.12.10, die gemeinsam mit dem akj (Arbeitskreis kritischer JuristInnen) und dem Friedensforum Freiburg organisiert und durchgeführt wurde. Den ZuhörerInnen wurde auf bedrückende Weise bewusst, wie stark Deutschland im Allgemeinen und Freiburg im Speziellen in Rüstungsgeschäfte weltweit verstrickt sind. Der „kritische Daimler-Aktionär“ Grässlin referierte hier auch über seine Aktivitäten auf den Aktionärsversammlungen des Konzerns, für die er auch in Kreisen der AktionärInnen mehr und mehr Sympathien bekommt. Ein kommunalpolitisch interessantes Ergebnis dieses Abends ist der Start einer Initiative (siehe Anlage) zur Ersetzung oder mindestens Flankierung des Freiburger „Siegesdenkmals“ durch ein Friedens- und Deserteursdenkmal. Die GAF sieht sich hier ganz in der pazifistischen Tradition der urgrünen Bewegung.
Nach der Vorlage und Erläuterung des Kassenberichtes durch die Kassiererin, Stefanie Hochreuter, wurde der Vorstand einstimmig bei einer Enthaltung entlastet. Die erfolgreiche Arbeit des vergangenen Jahres bewog die GAF-Mitglieder dazu, den bisherigen Vorstand zur erneuten Kandidatur zu motivieren. Demzufolge wurden die einzelnen Vorstandsmitglieder jeweils ohne Gegenkandidatur im Amt bestätigt.
Das Vorstands-Team besteht wie bisher aus: Tina Gröbmayr (Sprecherin; 26, Rechtsreferendarin), Andreas Langbein (Sprecher; 48, Realschullehrer), Christoph Löffler (Schriftleiter; 42, Softwareentwickler) und Stefanie Hochreuter (Kassiererin; 39, Soziologin).
Vorstand 2010: v.l.n.r.: Christoph Löffler, Andreas Langbein, Stefanie Hochreuter, Tina Gröbmayr
Für das Jahr 2011 wurden einige Anregungen aufgriffen, die dann konkretisiert werden sollen. So möchte die GAF im Themenkomplex BürgerInnenrechte, Demonstrationsfreiheit, Zivilcourage und individuelle Freiheit verschiedene Aktionen und Veranstaltungen planen und durchführen, ggf. auch mit gleichgesinnten liberal Denkenden.
Gleiches gilt für das antifaschistische Engagement der GAF. Im Rahmen der politischen Bildungsarbeit möchte die GAF eine öffentliche Fahrt in das ehemalige KZ Natzweiler/Struthof (Elsass) organisieren.

