Wem nützt das präventive „Gruppentrinkverbot“?

Unsere Stadt gibt sich viele Etiketten, auch das der „offenen Stadt“. Doch für wen ist Freiburg „offen“?

Durch die Polizeiverordnung können Menschen von öffentlichen Plätzen vertrieben werden, die dort Alkohol konsumieren und dadurch die öffentliche Ordnung stören könnten. Diese Verordnung betrifft vor allem Obdachlose und Suchtkranke, häufig Menschen, die auf Beratungs-, Hilfs- oder Unterstützungsangebote angewiesen sind, und führt dazu, dass die Anlaufstellen von diesen schlechter erreicht werden können.

Beunruhigend ist, dass das Amt für öffentliche Ordnung meint, die Bänke auf dem Stühlinger Kirchplatz sollen „insbesondere den älteren Quartiersbewohnern und Kirchenbesuchern zum verweilenden Aufenthalt dienen“.

Die Politik muss dafür Sorge tragen, dass die Menschen, die diese brauchen, sie auch räumlich erreichen können. Verbote und Verordnungen dürfen das nicht verhindern.

Unsere Vorstellung von einer offenen Stadt ist aber die, dass sich in einem öffentlichen Park alle erholen können sollte – die älteren QuartiersbewohnerInnen ebenso wie auch Eltern mit Kindern, Wohnungslose, junge Studierende usw. Niemanden sollte der Aufenthalt unangenehm oder unmöglich gemacht werden. Das sollte unser Ziel sein – nicht die Entfernung von Personen, die stören könnten.

 

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Stühlinger Park: Regeln des Miteinanders nicht außer Acht lassen

Ich stimme dieser Zielsetzung voll und ganz zu, dennoch bin ich der Meinung, dass gleichzeitig noch mehr getan werden muß, dass das Miteinander dann auch tatsächlich funktioniert!

Ich bin ein toleranter Mensch, finde es für ein Kind jedoch beunruhigend, wenn es größere Gruppen lauter und sich rüpelhaft verhaltendender Menschen jeden Tag mit Mama/Papa auf dem Weg zum Spielplatz oder zum Einkaufen  betrachten muß und vielleicht auch noch andere Szenen! Aus dieser meiner Erfahrung heraus möchte ich anmerken, dass von der Politik auch in diese Richtung gedacht werden sollte. Aufklärung unter den betreffenden Personen, an welche wirklich geringfügigen(!) Bedingungen ein friedvolles Miteinander nunmal gekoppelt ist, tut hier meiner Meinung nach Not.

Und so bin ich: Gegen Verbote, für ein friedliches Miteinander! Dies erreicht man durch Aufklärung.

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